Sich selbst zu finden oder sich selbst kennenzulernen, das kennst du wahrscheinlich aus deiner Teenagerzeit, aus der Zeit des Heranwachsens. Um dich selbst zu akzeptieren und dich somit entsprechend um dich zu kümmern, ist es wichtig ,dass du dich selbst verstehst und dir die Frage stellst: Wer bin ich?

Deswegen ist es auch vollkommen normal und sogar essentiell wichtig, sich diese Fragen öfter zu stellen, damit du dich selbst besser verstehen kannst.

Eine wohlwollende und verständnisvolle Haltung dir selbst gegenüber hilft dir, im Leben voranzukommen und bringt eine gewisse Bedeutung zu deinen Erfahrungen. Ohne dieses Gefühl kann es passieren, dass du dich “verloren” fühlst.

Deswegen haben wir dir hier 22 Fragen aufgelistet, welche dir helfen, dich selbst zu entdecken.

Warum es dir schwer fällt, dich selbst zu kennen

Du stellst die Bedürfnisse der Anderen über deine eigenen

Wenn du die Bedürfnisse anderer über deine eigenen stellst, vergisst du dich dabei selbst. Das bedeutet, wenn du dich nur auf andere konzentrierst (wie z.B Caro), vernachlässigst du dich automatisch selbst. Vielleicht sogar so sehr, dass es dir schwer fällt, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und schätzen zu wissen. Dadurch wird deine Wahrnehmung von dem Gefühl, welches dir aufzeigt, wer du bist und was du brauchst, sehr stark minimiert.

Veränderungen bringen dein Leben durcheinander

Es gibt immer wieder Veränderungen im Leben. Was nicht unbedingt schlecht ist. In Zusammenhang mit einem negativen Ereignis, wie z.B einer Trennung, Kündigung oder Verlust einer Person, können diese Veränderungen dazu führen, dass du dich selbst in Frage stellst, nicht wiedererkennst oder generell nicht mehr wirklich weißt, wer du selbst bist.

Das liegt daran, dass du in verschiedenen Teilbereichen deines Lebens, verschiedene Rollen annimmst. Verschwindet diese Rolle also aus deinem Leben und deinem Bild von dir selbst, musst du dich hier erst wieder selbst finden und verstehen, was es eigentlich so schwer macht, diese Rolle nicht mehr einnehmen zu können. Wenn du wissen willst, wieso es manchen Menschen einfacher fällt etwas zu verändern oder wenn du in der Vergangenheit Probleme damit hattest etwas zu verändern, dann solltest du dir (mit einem Klick hier) diese Geschichte durchlesen.

Du bist von deinen Gedanken und Gefühlen getrennt

Du passt immer schön auf, dass du abgelenkt bist. Egal ob durch Essen, Alkohol oder irgendwelche elektronischen Geräte. Das macht auch Spaß, die Schwierigkeit dabei ist nur, dass dir so, wichtige Informationen über dich selbst verloren gehen. Wie oft holst du dir dein Smartphone oder etwas zu Essen, wenn dir etwas unangenehm ist?

Diese Ablenkungen halten dich ab, mehr von dir selbst zu erfahren. Sie nehmen dir die Chance, dir selbst gegenüber neugierig zu sein und in dich hinein zu spüren, wie es dir wirklich geht und was du brauchst.

Wenn es dir so geht, dann kein Grund zur Panik, ich habe selbst jahrelang damit zu kämpfen gehabt und am Ende einen Weg für mich gefunden. Hier erfährst du mehr darüber.

Scham, Selbstzweifel und Verdrängung

Du fühlst Scham, fühlst dich schlecht und verdrängst kontinuierlich Teile von dir selbst. Eventuell hast du gelernt, dass du komisch, nicht hübsch, dumm oder generell nicht wertvoll bist. Du wurdest gehänselt oder kritisiert. Vielleicht wolltest du als Kind eine bestimmte Sache immer gerne machen, aber andere haben dir gesagt, dass das uncool wäre. Also hast du es erst gar nicht gemacht.

Das gilt für alle Gefühle und Bedürfnisse, welche du in der Vergangenheit zurückgesteckt hast. Du hast dich zu sehr angepasst und warst somit jemand, der du gar nicht sein wolltest (Caro ist das so passiert). Dieser Zustand führt über einen längeren Zeitraum dazu, dass du vergisst, wer du selbst eigentlich bist, was du willst und was du brauchst.

 

Nehme dir Zeit, dich selbst kennenzulernen

Zeit die man braucht sich selbst kennenzulernen illustiert durch eine Uhr

Bevor wir nun zu der Liste der Fragen kommen, vorher noch ein paar Tipps zur Durchführung:

  • Du solltest diese Fragen nicht mal so nebenbei beantworten. Nimm dir genügend Zeit dafür.
  • Nimm dir auch nicht zu viele Fragen auf einmal vor. Es macht Sinn, dass du dir 2-3 Fragen raussuchst und diese dann im Detail für dich durchspielst und beantwortest.
  • Sei neugierig! Auch wenn es schwierig wird, solltest du dir selbst gegenüber offen und interessiert sein.
  • Beobachte deine Gedanken und Gefühle bei der Übung. Diese können dir weitere wertvolle Informationen über dich selbst liefern.

Fragen, um dich selbst besser kennenzulernen

Die Liste der Fragen, ist natürlich nur ein Auszug von vielen möglichen Fragen. Vielleicht kannst du dir beim Beantworten ja direkt neue weitere Fragen ausdenken.

  1. Was sind meine Stärken?
  2. Wer ist mir am wichtigsten? Auf welche Leute kann ich vertrauen?
  3. Wofür schäme ich mich?
  4. Worauf bin ich richtig stolz?
  5. Was mache ich gerne, dass mir Spaß macht?
  6. Was würde ich gerne Neues ausprobieren?
  7. Was sind meine Sorgen?
  8. Wofür bin ich dankbar?
  9. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wäre das _________
  10. Wo fühle ich mich am sichersten?
  11. Wenn ich keine Angst hätte, würde ich __________
  12. Was war mein größter Fehler?
  13. Was mag ich an meinem Job/Studium? Was mag ich gar nicht?
  14. Was sagt mir mein innerer Kritiker?
  15. Wie kümmere ich mich um mich selbst? Was tue ich mir Gutes?
  16. Bin ich eher introvertiert oder extrovertiert? Bin ich lieber in Gesellschaft oder alleine?
  17. Was ist mir wichtig im Leben? Was sind meine Werte? Woran glaube ich?
  18. Was sind meine kurzfristigen / langfristigen Ziele?
  19. Worauf habe ich richtig Bock?
  20. Was ist meine schönste Erinnerung?
  21. Wenn ich mich schlecht fühle, kümmere ich mich um mich selbst, indem ich _________
  22. Was stresst mich so wirklich?

Dich selbst kennenzulernen ist ein Prozess. Du wirst dafür denken, reden, schreiben, dich ausprobieren,… müssen. Und das Ganze wird auch nicht von heute auf Morgen funktionieren. Es ist aber auch ein Prozess, der Spaß macht und dir neue Erkenntnisse bringt (Emma kann ein Lied davon singen).

Beachte, dass es keine Bewertung bei der Beantwortung deiner Fragen gibt. Es geht dabei darum, dich selbst zu entdecken und besser zu verstehen und nicht darum, dich schlecht zu machen. Selbst wenn dich manche Antworten ärgern oder dich schlecht fühlen lassen, überlege dir, woher das kommt und was du daran ändern könntest. Und überlege dir kleine Schritte, sodass du sie auch wirklich gehen kannst.

Du kannst dir hier ein Beispiel an dem Ansatz von Emma nehmen, die es schafft, das was sie sich vornimmt auch wirklich umzusetzen.

Es ist eine Geschichte über Veränderung und Zufriedenheit und wird dir sicherlich die ein oder andere Erkenntnis bringen.

Viel Spaß beim Entdecken.

 

Sich selbst kennenzulernen, hilft dir dich selbst zu akzeptieren. Wir haben dir 22 Fragen aufgelistet, welche dir helfen, dich zu entdecken.