Selbstliebe, als Beziehung zu sich selbst, ist tatsächlich eine der wichtigsten Beziehungen im Leben. Es klingt oft kitschig und ein bisschen verrufen, dennoch ist es die Basis für ein glückliches und zufriedenes Leben.

Fast alle Menschen streben danach, ein stabiles Selbstwertgefühl zu haben, selbstbewusster zu sein oder sich einfach wohler fühlen. Oft wird dies aber mit “andere müssen mich gut finden” verwechselt. Denn nur wenn andere mich toll finden, bin ich auch etwas wert. Das ist Quatsch! Und der Grund, warum du dich selbst, auch wenn alle anderen dich toll finden, oft nicht leiden kannst.

Wir haben für dich 9 Warnsignale zusammengeschrieben, mit Hilfe derer du schauen kannst, ob dir eventuell eine mitfühlende Art der Selbstliebe fehlt und du es eventuell gar nicht merkst (wie Caro z.B).

Das Gute ist, wenn du es einmal herausgefunden hast, dann kannst du es auch ändern und dafür ist dieser Beitrag ein guter Anfang.

1. Dein Mantra ist “Ich bin nicht gut genug.”

Da gibt es auch nicht viel zu erklären. Wenn du diesen Satz öfter von dir selbst hörst, sei es in deinen Gedanken oder ausgesprochen, oder das der Antrieb hinter all deinem Handeln ist, dann ist deine Selbstliebe mangelhaft. Wahrscheinlich hast du es sogar so gelernt und immer wieder erfahren. Vielleicht war schon immer alles, was du gemacht hast, nicht gut genug. Nur weil das aber immer so war, heisst das nicht, dass es die Wahrheit ist und du das nicht ändern kannst. Wahrscheinlich weisst du sogar in deinem Inneren, dass du gut genug bist.

Wenn du es schaffst, dich selbst anzunehmen, dann wirst du wahrscheinlich “Ich bin nicht gut genug” mit “Ich bin toll” ersetzen können, dankbar für jeden Tag sein und dein volles Potential akzeptieren und ausschöpfen.

Oftmals hängt dieses Denken auch mit einer ganz bestimmten Sache zusammen, aber auf diese gehen wir näher im 6. Punkt ein. 

Davon abgesehen… Du bist gut genug! Mehr gibt es da nicht zu sagen.

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2. Du merkst nicht, dass dein Unterbewusstsein dich runterzieht

Dein Unterbewusstsein hat eine sehr sehr große Macht. Darüber haben wir hier schon ausführlich geschrieben. Auch wenn du es vielleicht (noch) nicht wahrnimmst, aber dein Unterbewusstsein (dein Autopilot) beeinflusst dein Leben. Und zwar stark.

Das Problem ist, dass es – wie der Name schon sagt – unbewusst passiert und du erstmal verstehen und erkennen musst, dass es passiert. Als ersten Schritt kannst du hierfür schauen, ob du irgendwelche negativen Denkweisen hast. Also Muster in deiner Art zu Denken, die dich eher runterziehen, sich wiederholen und die du so erkennen kannst.

Leute mit einem hohen Selbstwertgefühl (wie z.B Emma) akzeptieren diese heutigen Schwächen des Unterbewusstseins. Sie nehmen ihre falschen Glaubenssätze wahr und hinterfragen diese (Wann haben die mal Sinn gemacht?). Das schafft die Grundlage, diese dann mit positiven Denkweisen zu ersetzen und so das Unterbewusstsein sozusagen “umzuprogrammieren” beziehungsweise zu erweitern.

Egal ob diese Denkweisen unterbewusst oder bewusst in dir vorhanden sind, du solltest die limitierenden entdecken, verstehen, wo sie herkommen, und sie dann für dich selbst ersetzen. Denn am Ende willst du dir wahrscheinlich selbst zur Seite stehen können und dir nicht selbst immer im Weg stehen. Solange dein Unterbewusstsein die Kommandos gibt und du diese als absolute Wahrheit annimmst, passiert das wohl nicht.

Das Gute ist, du kannst dir einen Teil deines Unterbewusstsein bewusst machen und somit dein Leben beeinflussen. Also wieso nicht heute damit anfangen?

3. Du vergleichst dich mit allem und jedem

Ja auch hier könnte man sagen, dass das jeder macht. Macht es das nun besser? Ich glaube nicht. Das Problem am Vergleichen ist, dass du immer verlierst. Warum? Nicht weil du nicht toll oder gut genug bist, sondern weil du dich immer mit etwas Besserem oder Perfektem vergleichst. Und diesen Kampf kannst du leider nicht gewinnen. Jeder ist unterschiedlich, jeder hat Stärken und Schwächen. Wenn du aber ein geringes Selbstwertgefühl hast und dich selbst nicht akzeptieren kannst, dann wirst du dich immer so vergleichen, dass du verlierst.

Menschen mit einer wertschätzenden Art der Selbstliebe (wie z.B Emma) haben nämlich weniger Schwierigkeiten damit “unperfekt” zu sein. Sie vergleichen sich weniger mit anderen, sondern sind glücklich, so wie sie sind, und mögen sich dafür. Also falls du dich weiterhin vergleichen willst, dann eventuell mit dir selbst und zwar vorwiegend. Und so beginnst du, dich . Und so beginnst du dich zu wertschätzen und dich liebevoll zu lieben.

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4. Du nimmst alles direkt persönlich und fühlst dich schnell angegriffen

Kommt dir das bekannt vor? Mir schon, zumindest wenn ich mit mir selbst unzufrieden bin. In diesen Phasen, beziehe ich alles auf mich. Ich höre eigentlich nur das, was ich hören will, um direkt zum Gegenschlag auszuholen.

Es ist schwierig, sich das einzugestehen, und nochmal schwieriger, es dann auch in dem Moment zu realisieren, wenn es passiert. Aber mittlerweile kenn ich das Muster und weiss, dass ich sehr schnell etwas persönlich nehme, wenn es mir selbst nicht gut geht. Auch das hängt damit zusammen, dass ich mir in diesen Phasen nichts zutraue und nur die Fehler an mir sehe. Wenig unterstützende Selbstliebe also.

Nehmen wir mal ein Beispiel zur Verdeutlichung. Du hast dir richtig viel Mühe gegeben, etwas zu kochen. Du hast richtig viel Zeit aufgebracht und wolltest alles perfekt machen. Nun kommen deine Freunde zum Essen und es gibt Kritik (weil es nun mal nicht jedem immer schmeckt).

Die muss noch nicht mal groß sein, aber kann es sein, dass dich diese Kritik persönlich verletzt? Hast du dann das Gefühl, ein schlechter Koch zu sein? Denkst du dir “Oh mein Gott, ich hätte es besser machen müssen”?

Das Beispiel ist auf viele andere Situationen übertragbar. Klamotten, Einrichtung, Schmuck und so weiter. Wenn dir so etwas bekannt vorkommt, dann liegt das auch daran, dass dein Selbstwertgefühl nicht gerade stabil ist.

Leute mit einem stabilen Selbstwertgefühl (wie z.B Emma) nehmen sich solche Dinge nämlich nicht ganz so zu Herzen, sondern schauen nach dem hilfreichen in der Kritik. Sie können sich emotional und rational abgrenzen und fühlen sich nicht schlecht dabei. Die Kritik hat nämlich nichts mit dir als Person zu tun. Geschmäcker sind nun mal verschieden und das ist auch gut so.

5. Du bist unzufrieden mit deinem Aussehen

Ja, bin ich! Wer ist das nicht? Tja es gibt hier verschiedene Ausprägungen. Es gibt Menschen, die sind super zufrieden mit all dem, was sie haben, egal ob dick oder dünn, groß oder klein, und es gibt eben Menschen, die an sich ziemlich viel auszusetzen haben (Caro z.B). Und natürlich gibt es dazwischen auch noch eine Mitte, die wahrscheinlich der Regelfall ist.

Ein Anzeichen für zu wenig wertschätzende Selbstliebe wäre zum Beispiel, wenn du dich für bestimmte körperliche Aspekte schämst oder bestimmte Teile an deinem Körper überhaupt nicht leiden kannst.

Warum?

Du kannst – und kannst dich auch wirklich – genau so akzeptieren, wie du jetzt bist. Es ist völlig okay, Makel zu haben oder Fehler zu machen. Menschen sind nicht perfekt, auch wenn die Medien dir da oft etwas anderes suggerieren wollen.

Also wieso kannst du nicht auch glücklich sein, mit dem was du hast, mit allen Makeln und Fehlern?

Ich meine das würde dich ja quasi zu einem Menschen machen. Menschen sind nunmal nicht perfekt. Natürlich ist das nicht einfach und häufig steckt hinter diesem Zwang nach Perfektion die Angst, nicht gemocht, geliebt oder angenommen zu werden. Beziehungsweise nur unter der Bedingung perfekt zu sein, geliebt zu werden.

Dabei schließt sich das überhaupt nicht aus. Obwohl du nicht perfekt bist, bist du trotzdem liebenswert. Je mehr du dich für dich selbst schämst, desto mehr lehnst du dich eigentlich selbst ab. Und unter dem Aspekt können dir noch so viele Leute sagen, dass du liebenswert bist.

Wenn du es selbst nicht annehmen kannst, hat niemand eine Chance das zu tun. Und das ist ziemlich anstrengend. Du kämpfst um Perfektion, um geliebt zu werden, und kannst es selbst nicht, sodass das niemand eine Chance hat, dir das Gefühl zu geben, sodass du es glauben kannst. Also fange an, dich zu verstehen, dich wertzuschätzen und zu mögen und ganz genau wegen deiner Makel, die dich nämlich ausmachen.

Leute mit einer hohen liebevollen und gesunden Selbstliebe (wie z.B Emma) können über Ihre Fehler lachen, fühlen sich gut genug und machen sich nicht für irgendwelche Schönheitsmakel runter. Zumindest haben sie gelernt, in den Momenten, in denen sie sich auch nicht gut genug fühlen, sich selbst beizustehen.

Jetzt denkst du wahrscheinlich: Du kennst mich gar nicht, ich kann das nicht. Du hast Recht, ich kenn dich nicht. Aber du kennst dich. Und du kannst dich genau so wie du bist selbst akzeptieren. Also fang an, gerne unperfekt zu sein, denn wie oben beschrieben Menschen sind nun mal nicht perfekt.

Wenn du gerne anfangen würdest, etwas zu verändern aber nicht weisst wie, dann solltest du dir unbedingt unsere Geschichte über Veränderung und Zufriedenheit durchlesen. Klicke hier um herauszufinden, wieso du es bisher noch nicht geschafft hast, wirklich etwas zu verändern obwohl du es schon so oft probiert hast.

 

6. Du machst dich selbst (grundlos) runter

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Auch hier kann ich ein Liedchen von singen. Mehr dazu in dieser Geschichte.

In der Vergangenheit habe ich mich oft für Dinge, die nicht so gelaufen sind, wie ich sie wollte, nochmal schön selbst runtergemacht. Das funktioniert super sag ich dir. Leider nicht wirklich. Am Ende ist man nur noch mehr demotiviert, deprimiert und hat gar keine Lust mehr, irgendetwas zu machen.

Wie in anderen Beiträgen schon beschrieben, ist mir das meistens bei Prokrastination oder meinem Gewicht passiert. Aber eigentlich ist es wie gesagt überhaupt nicht hilfreich. Du hast was falsch gemacht oder nicht so, wie du wolltest? Okay, so what?! Die Welt dreht sich weiter. Akzeptieren, eventuell daraus lernen und weitermachen. Das mache ich heute und es funktioniert um einiges besser.

Wenn du dich selbst auf eine wertschätzende und unterstützende Art und Weise liebst (wie z.B Emma), kannst du Fehler besser akzeptieren, aufhören dich selbst runterzumachen und dich stattdessen aufmuntern und dir selbst beistehen. Das Runtermachen muss also nicht so weitergehen. Fange an, dich selbst zu akzeptieren (auch den Teil, der dich runtermacht) und der Rest wird folgen.

7. Du übernimmst keine Verantwortung und machst andere Verantwortlich

Immer sind die anderen Schuld! Kommt dir das bekannt vor?

Vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber achte mal drauf. Das sind ein paar von Caros Lieblingsausreden:

Ich finde keinen Freund, weil nur Idioten unterwegs sind

Ich wurde schon wieder nicht befördert, weil ich meinem Chef nicht in den Arsch krieche

Ich bin nur zu spät, weil mein Partner wieder mal…”.

Auch wenn ein paar Beispiele davon vielleicht gute Gründe sind. Menschen mit einem hohen Selbstbewusstsein würden sich nicht auf die äußeren Umstände fokussieren, sondern ihre komplette Energie darauf verwenden, das zu erreichen, was sie wollen. Und somit für sich selbst Verantwortung übernehmen.

Zu wenig Eigenverantwortung deutet auch auf ein geringes Selbstwertgefühl hin. Wenn du die Verantwortung also nun weg von dir schiebst….Warum verfällst du in das Muster?

Gerade wenn du dich selbst mit deinen Fehlern und Makeln nicht annehmen kannst, dann kann ein Fehler natürlich für dein Selbstwertgefühl sehr bedrohlich sein, sodass es kurzfristig angenehmer ist, es den anderen zu zuschieben. Das Blöde ist, dass, wenn die anderen Schuld sind, du selbst gar nichts ändern kannst. Somit gibst du die komplette Kontrolle über dein Leben ab. Kein Wunder, dass das unzufrieden macht.

Leute, die sich selbst respektvoll lieben können, übernehmen also die Verantwortung für ihre Taten, selbst wenn die Konsequenzen nicht rosig aussehen. Außerdem realisieren sie, dass die meisten Leute andere beschuldigen, wenn sie irgendetwas verkehrt gemacht haben.

Also wird es nicht Zeit, dein Leben in deine Hand zu nehmen und aufzuhören, andere für dein Leben und deine Unzufriedenheit schuldig zu machen?

8. Du lässt keine Liebe / ernsthafte Beziehungen zu

Eventuell hast du oft schlechte Beziehungserfahrungen gemacht und hast Angst, das Gleiche nochmal durchzumachen. Du blockst alles ab, was dir zu nahe kommt. Hier kann ich auch mal wieder aus dem Nähkästchen plaudern. Das habe ich nämlich eine ganze Zeit gemacht. Ehrlich gesagt ganze 6 Jahre lang und nun im Nachhinein finde ich es super schade. Aber gut, man kann die Vergangenheit nicht ändern, aber die Zukunft!

Es ist auch schwierig, Liebe überhaupt anzunehmen, wenn man ein geringes Selbstwertgefühl hat. Ich meine, hast du das überhaupt verdient? Ja hast du!

Menschen, die das realisiert (wie z.B Emma) haben, können akzeptieren, dass sie Liebe verdienen. Das hilft ihnen dabei, ihre Maske und ihren Schutzpanzer abzulegen. Das resultiert in Verwundbarkeit. Aber aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen, dass sich dieses Öffnen, und somit verwundbar zu sein, lohnt.

Wie sieht also deine Zukunft aus? Liebe zulassen oder in deinem Panzer vereinsamen?

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9. Du kannst dich nicht abgrenzen

Abgrenzen oder Nein-sagen fällt ziemlich schwer, wenn man sich nicht selbst akzeptiert. Warum?

Weil du deinen eigenen Wert nicht erkennst und davon abhängig bist, dass andere diesen bestätigen. Du bist nur etwas wert, wenn du für andere etwas Tolles machst, wahrgenommen wirst, dich besonders anstrengst oder für andere nützlich bist. Solche Gedanken spuken dann in deinem Kopf herum. Wenn du also immer Wertschätzung von außen benötigst, wird es dir natürlich sehr schwer fallen, auch mal Nein zu sagen, selbst zu Dingen auf die du keine Lust hast. Dabei fühlst du dich dann natürlich schlecht. Eventuell überforderst du dich sogar und gehst über deine Grenzen.

Mit einer wertschätzenden Selbstliebe kannst du lernen, Nein zu sagen, weil es total angebracht ist. Du kannst es nicht allen Recht machen und du musst es auch nicht. Du bist so oder so wertvoll und liebenswert, auch wenn andere es nicht toll finden, dass du Nein gesagt hast. Du kannst damit umgehen.

Abgrenzen ist also eine wichtige Eigenschaft, wenn es darum geht, Selbstvertrauen und Selbstwert aufzubauen. Und zwar Nein-sagen, wenn du es willst und für richtig hälst, nicht einfach nur damit du es gesagt hast.

Der nächste Schritt um das zu ändern…

Erstmal hoffen wir, dass die Warnsignale auf dich so wenig wie möglich zutreffen. Da du sie nun aber durchgelesen hast, stellt sich die Frage: Wie steht es um deine Selbstliebe?

Zum Thema Selbstliebe gehört auch, dass du einen gesunden Umgang, eine gesunde Beziehung zu dir selbst pflegst. Auch die kann mal durch Selbstzweifel gekennzeichnet sein, allerdings schaffst du es, dich in genau diesen Momenten zu unterstützen und dich mitfühlend um dich selbst zu kümmern.

Wie das gehen soll?

Du hast wahrscheinlich schon im Beitrag ein paar mal die Namen Caro und Emma gelesen. Caro & Emma ist eine Geschichte von uns, die deutlich macht wieso es manche Menschen nicht schaffen, etwas zu verändern und andere damit kein Problem haben. Es ist ein Problem mit der Herangehensweise, soviel sei gesagt. Wenn du mehr wissen willst, dann les doch jetzt (mit einem Klick hier), die Geschichte. immernoch

Selbstliebe dient als Basis für ein glückliches Leben. Diese Warnsignale zeigen dir, ob dir Selbstliebe fehlt und du es nicht merkst.