Wahrscheinlich kennst du auch diese eine Person, die offensichtlich leidet und der du so gerne helfen möchtest. Doch jeder Versuch, genau das zu tun, endet darin, dass der andere abblockt und zu macht. Wie du mit so einer Situation umgehen kannst, erfährst du in dieser Folge.

Damit viel Spaß mit unserer Folge von Frag mindhelp.

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Ganz liebe Grüße,

 

 

 

 

Der Podcast zum lesen

Vielleicht kannst Du das ja auch und hast gerade jemanden im Kopf – sei es dein Partner, Arbeitskollegen, Freunde oder Verwandte -, von dem du glaubst, dass es dem eigentlich gar nicht so gut geht. Derjenige möchte da aber nicht so richtig hingucken oder sich das eingestehen. Vielleicht geht es ihm ja auch eigentlich ganz gut und wir glauben nur, dass es ihm nicht so gut. Also vielleicht hast du ja auch gerade  jemanden im Kopf. Naja und wenn man die- oder denjenigen so sieht und miterlebt, dann möchte man natürlich gerne helfen. Nur nicht immer lässt sich der andere darauf ein und man stößt eher auf Widerstand, als dass der andere sich da helfen lässt.

Nach einem kurzen Fokus auf den anderen, legen wir dann den Fokus auf dich 🙂

Aus der Sicht des anderen

Also ich bin mal so frei und versuche mich, in die Situation des anderen, z.B. deines Freundes zu versetzen. Kein Anspruch auf absolute Richtigkeit, aber ich versuche es einfach schaue, wie es ihm so gehen könnte.Nehmen wir an, ihm geht’s tatsächlich nicht gut und es tauchen z.B. ganz viele verwirrende und unerträgliche Gefühle aus. Für die schämt er sich vielleicht und er hat nicht so einen guten Plan, wie er mit diesen umgehen kann. Das kann Gefühle ganz schön bedrohlich wirken lassen, vor allem wenn die drohen, rauskommen, auszubrechen oder jemand dort hinschauen möchte. Und das kann dann Angst bereiten. Ein weiteres Gefühl, womit man vielleicht nicht gelernt hat umzugehen. Somit steigt die Angst, die Kontrolle zu verlieren und nicht mehr Herr seiner selbst zu sein. Und das ganze macht Stress.So richtig krassen Stress. Unabhängig davon, was im Außen passiert.

Da kann man letztendlich gar nicht so viel machen, weil wenn du dir jetzt vorstellst, in dieser Position zu sein. Du hast eine tierische Angst/Scham, bist damit überfordert und willst alles, was damit in Verbindung stehen vermeiden. In so einer Situation möchte man da nicht hingucken, sich damit beschäftigen und es viel “angenehmer” zu verdrängen. Wobei das nicht bewusst passiert und entschieden ist, sondern häufig auch unbewusst passiert. Wenn wir tatsächlich mit solchen Gefühlen überfordert sind, ist das eine Art Schutz, die die Psyche als Abwehr installiert hat.

Was passiert,  wenn du als Helfender auf so jemanden zu gehst und dieser sich damit bedrängt fühlt? Dann ist natürlich der erste Impuls, komplett zu zu machen, abzublocken und sich zu schützen. Das kann im Zweifel sogar soweit gehen, dass jemand in seiner Zweifel und seiner Not in Aggression verfällt (Was keine Entschuldigung für alles, was aus Aggression, passiert sein soll).

Switchen wir mal den Fokus.

Warum will ich eigentlich unbedingt helfen?

Um den anderen, aber noch viel wichtiger, um sich selbst zu helfen, kann es sehr hilfreich sein, den Fokus einmal zu verschieben und auf sich selbst zu richten. “Was ist hier eigentlich gerade bei mir los? Was zeigt sich da? Wie kann ich damit umgehen? Wie kann ich mit diesen Gefühlen, die der andere in mir auslöst, umgehen? Versuche, bei dir und deinen Gefühlen zu bleiben. Was löst das bei dir aus?

Ich meine erstmal ist es ja wunderbar, dass du helfen willst und Helfen an sich ist nichts Schlimmes oder schadet einem selbst. Wenn man jemanden in realer Not sieht, an dem Punkt bitte helfen. An dem Punkt, wo jemand ganz klar sagt, er möchte gerade keine Hilfe, KANN Helfen auch relativ egoistisch sein. Das sage ich nicht, um dir vorzuwerfen, dass du egoistisch bist und nur an dich denkst. Ich nehme dir das definitiv ab, dass du dich da auch wirklich um den anderen sorgst und den- oder diejenige da unterstützen möchtest. Jedoch wird es an dem Punkt wahrscheinlich auch um dich selbst gehen.

Der Blick zurück

Und dort liegt eine Möglichkeit mit der Situation umzugehen. Da der andere eh weiter blockt und du da gegen eine Wand läufst, kann man das so erstmal versuchen, zu akzeptieren, und eben bei dir schauen, wie du damit umgehen kannst. Versuche, bei deinem Gefühl zu bleiben und zu schauen, was löst diese Situation für Gefühle in mir aus und woher kenne ich diese Gefühle.

Hattest du vielleicht schon mal eine ähnliche Position in deiner Familie als du aufgewachsen bist?  Hast du z.B. deinen Eltern eine Menge an Last abgenommen oder dich für diese verantwortlich gefühlt. Warst du vielleicht schon früh in so einer Überverantwortung, hast zu viel Verantwortung übernommen und warst überfordert? Damit waren ja auch damals die Grenzen zwischen meinen Verantwortungsbereich und dem Verantwortungsbereich der anderen. Wenn es in Familien schon nicht so richtig klar ist und Kinder anfangen, sich um ihre Eltern zu kümmern, dann kann sich dieses Muster auch in späteren Interaktion und Beziehung zeigen. So, dass man zu viel Verantwortung übernimmt und sich relativ schnell auch einen Schuh anzieht und in Schuldgefühle kommt.

Es ist Zeit Grenzen zu setzen

Wenn du dich da wiederfinden kannst, dann ist es wahrscheinlich Zeit, Grenzen zu setzen und eigen Grenzen wahrzunehmen. Diese also zu kennen und zu spüren. Bis wo kann ich gehen? Wo hört mein Bereich auf? Wo ist meine eigene Grenze und wo fängt die des anderen an? Und wo stecke ich jetzt vielleicht in meinem eigenen Manageranteil und in meiner eigenen Not, wo ich nicht hingucken möchte? Die ich selbst unbewusst verdränge? Und mein Manageranteil mich vor bewahren möchte?

Letztendlich ist es der Manageranteil von dir, der versucht, DIR zu helfen mit bestimmten Situationen umzugehen. Nicht mit lebenspraktischen Situationen, sondern mit eigenen seelischen Situationen und somit der eigenen “Not”. Die Art, wie er dir hilft, ist dir wahrscheinlich dann auch bekannt aus deiner Kindheit, weil das war auch deine Art, um in der Familie “klarzukommen”. Somit kann es gut sein, dass der Versuch, den anderen zu retten, das eigentlich etwas ist, was du selbst brauchst und gerne hättest. Das bleibt dir aber unbewusst, weil du schon damals diese Bedürftigkeit nicht leben konntest. Um es ein Stück weit auszuleben, machst du das dann im Außen. Das ist nicht selten und in vielen helfenden Berufen der Fall, umso wichtiger bleibt es, sich diesem eigenen Bedürfnis zu zu wenden und fürsorglich sich selbst gegenüber zu sein.

Somit ist auch hier der erste Schritt zu gucken: Wie fühle ich mich eigentlich damit? Was wird in mir ausgelöst? Was für Bilder und Gedanken kommen wir dazu und was für ein Impuls steigt vielleicht auch an mir auf? In welches Muster verfalle ich oder ab wann falle ich in dieses Helfer-Muster? Es kann, wie gesagt, gut sein, dass du das irgendwie schon kennst und dass somit etwas Eigenes in der Situation steckt. Auch eine Angst z.B. mit der du lernen musst, anders umzugehen, als über das “übermäßige” helfen. Auf diese Art und Weise schaffst du es dann auch deinem Gegenüber in einer Haltung auf Augenhöhe zu begegnen.  

Eine neue Haltung mir und dem anderen gegenüber

Wenn du anfängst, für deine eigene Schuldgefühle und deinem schlechten Gewissen Verantwortung zu übernehmen, dann kannst du dir und auch deinem Gegenüber bzw. dem anderen viel mehr als Erwachsenen, eigenständigen Menschen begegnen, der in der Lage ist, seine eigene Entscheidung zu treffen. So kannst du den anderen dann auch in seinen Entscheidungen ernst nehmen und den anderen damit auch als Person akzeptieren. In dieser Haltung trifft man den anderen auf Augenhöhe.

Du darfst deinem Gegenüber natürlich weiterhin helfen und für ihn/sie da sein. So kannst du natürlich äußern und ansprechen, dass du merkst, wie es ihm/ihr nicht gut geht. Dass das schwer für dich ist, das mit anzusehen und dich das traurig macht, dich mitnimmt und du dich damit hilflos fühlst. Damit bleibst du bei dir. Wie es dir damit geht. Und dann kann man auch das Angebot machen, da zu sein, falls der andere reden oder sich öffnen möchte.

Und dann liegt die Entscheidung bei dem anderen. So gibt es einen Raum ohne Bedrohung und Luft, sich zu entscheiden. Unter Druck und im Stress haben wir meist nicht so viel Kapazitäten zum Nachzudenken und dafür,  kluge Entscheidung zu treffen. In einer Gefahrensituation, also unter Stress, fallen wir sehr schnell und meist automatisch in unsere Muster, wenn wir nicht achtsam sind. Damit landen wir viel schneller in unsere Manageranteile. In einer Gefahrensituation müssen wir so schnell wie möglich handeln und es geht eher um kurzfristige Sicherheit/Zufriedenheit als langfristige.

 

Also gebe dem anderen und vor allem dir auch Raum. Und mache dir selbst bewusst, bis hierhin geht meine Verantwortung. Bis hierhin und kein Stück weiter. Sobald der andere die Verantwortung trägt,  kann ich nicht mehr als ein Angebot machen. Nimmt der andere das nicht an, dann ist es meine Aufgabe, das ihr zu akzeptieren und einen Weg für mich zu finden, damit umzugehen.

Grenzen des Hilfsangebots

Auch bei einem Hilfsangebot gibt es natürlich Grenzen. Wenn sich jemand mir gegenüber grenzüberschreitend in Form von Gewalt, Erpressung, Demütigung oder was auch immer,verhält, dann ist es definitiv nicht meine Aufgaben, zu helfen. Meine Aufgabe ist es dann, mich selbst zu schützen. Das steht dann im Vordergrund. Auch wenn ich die Not dahinter sehe und meine Helferchen und Optimismus geweckt wurde.

Gleichzeitig muss man nicht immer jemanden helfen und steht auch nicht in der Verantwortung immer dieses Angebot zu machen und es jedem, der auch Hilfe annehmen kann, anzubieten. Damit kann man sich überfordern und irgendwann kann man auch sagen hier ist Schluss. Das schaffe ich leider nicht. Vielleicht finden wir einen anderen Weg oder vielleicht fällt dir ein anderer Weg ein, wie du das für dich organisieren kannst.

Wie kann ich denn jetzt helfen?

Jeder Mensch hat einen Teil in sich, der auf eine gewisse Art bedürftig ist, der sich hilflos fühlt, der nicht stark ist und der eine gewisse Unschuld trägt. Meine Aufgabe ist nun aber nicht, diesen bedürftigen Teil von meinem Gegenüber zu rette und es ist auch nicht die Aufgabe meines Gegenübers wie mein Partner, meine Freunde usw., meinen bedürftigen Teil zu retten. Die sind Bedürftigen Teile an wie Zuwendung Geborgenheit Liebe Aufmerksamkeit braucht das dass mein Partner sozusagen übernimmt und sich um dieses Bedürfnis Bedürfnis kümmert sondern es ist einfach meine eigene Aufgabe.

Also die Not, die so du z.B. bei deinem Partner siehst, also diesen bedürftige Teil von ihm, diesen Teil musst du nicht retten. Es ist nicht deine Aufgabe und grenzüberschreitend. Was du machen kannst um in diesem Fall deinen Freund zu helfen, wenn du das möchtest, ist es, diesen in seiner Stärke zu unterstützen, sich um diesen Teil zu kümmern. Und das aber auch weiterhin nur, wenn er das will. So kannst du ihm dabei unterstützen, sich selbst zu helfen. Alles andere führt zu unnötigen Abhängigkeiten.

Unnötige Abhängigkeiten

Sobald man sich in einer Abhängigkeiten befindet, ist man gezwungen, in bestimmten Mustern und bestimmten Verhaltensweisen zu bleiben, da man sonst die “Zufuhr” von beispielsweise Zuwendung oder Aufmerksamkeit nicht mehr sicherstellen kann. Würde man sich anders verhalten, läuft man Gefahr, den anderen zu verärgern und diesen zu verlieren. Wenn man von diesem aber abhängig ist, versucht man alles, um das zu vermeiden. Dementsprechend ist es einfach wichtig, dass ich mir ein Stück weit auch das selbst geben kann, nach dem ich mich so sehne.

Mein/e Partner/Freunde/Verwandte können mir dabei helfen und ich kann auch diesen dabei helfen, sich um ihren bedürftigen Teil zu kümmern. Es ist nicht meine Aufgabe, diesen bedürftigen Teil zu retten und die anderen haben auch nicht die Aufgabe, meinen eigenen bedürftigen Teil, zu retten. Das wäre dann Verantwortung Übernehmen an einer Stelle, an der ich eigentlich keine Verantwortung trage und mich selber damit belaste.

Zusammenfassend

Es ist wichtig, dass du wirklich bei dir bleibst und dich gut um dich kümmerst. Ausgehend davon, den anderen mit seiner Entscheidung zu akzeptieren. Der Impuls, jemanden zu helfen, der offensichtlich leidet, ist mehr als verständlich, aber manchmal hilft man dem anderen und sich selbst mehr, wenn man sich zurückzieht (nicht im Sinne von abschotten, im Sinne von Raum geben). Helfen bedeutet eben auch die Grenzen und Entscheidungen des anderen zu respektieren und somit auch seine eigenen Grenzen zu respektieren.

Wir können niemanden helfen und retten sowieso nicht, der keine Hilfe möchte. Die Antwort darauf kann eben Akzeptanz sein und bei sich bleiben. Somit schauen, wie kann ich mich mit dem, was sich jetzt an Gefühlen und Bedürfnissen bei mir zeigt, gut um mich kümmern.

Vielleicht hast du ähnliche Erfahrunge gemacht und weitere Ideen,wie man mit so einer Situation umgehen kann. Schreibe gerne einen Kommentar oder schreibe uns eine E-Mail.

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