Kennst du das auch, dass du dir mittlerweile eine Menge Wissen angeeignet hast? Du hast viel gelesen, hast dich weitergebildet, Seminare besucht und dementsprechend auch echt schon eine Menge verstanden. Irgendwie merkst du aber, dass das alleine anscheinend nicht reicht, um es tatsächlich auch in deinem Leben umzusetzen. Dein Wissen ist noch nicht zu deinem Herzen und einem entsprechenden Gefühl durchgesickert und somit hat sich eigentlich noch gar nicht so viel verändert. Woran das liegt und wie du jetzt konkret anfangen kannst, zeigen wir dir in dieser Folge.

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Der Podcast zum Lesen

Kennst du das auch, dass du dir mittlerweile eine Menge Wissen, “Psychowissen”, angeeignet hast? Du hast viel gelesen, hast dich weitergebildet, Seminare besucht und dementsprechend auch echt schon eine Menge verstanden. Irgendwie merkst du aber, dass das alleine anscheinend nicht reicht, um es tatsächlich auch in deinem Leben umzusetzen. Dein Psychowissen ist noch nicht zu deinem Herzen und einem entsprechenden Gefühl durchgesickert und somit hat sich eigentlich noch gar nicht so viel verändert. Woran das liegen kann und wie du jetzt konkret anfangen kannst, beantworten wir dir mit diesem Beitrag.

Heutzutage kann man sich über das Internet unendlich viele Informationen über bestimmte Themen und Fragen holen. Und sei es, dass man sich darüber Bücher bestellt oder von Seminaren hört und daran teilnimmt. Das hat definitiv Vorteile! Wenn man jedoch etwas in seinem Leben verändern oder etwas praktisch umsetzen will, hilft einem das nur sehr begrenzt weiter. Vielleicht kennst du das, dass du viel gelesen hast, dir viele Bücher bestellt hast oder dir unterschiedliche Meinungen von vermeintlichen Experten dir angeschaut hast und dich mit einem bestimmten Thema eben schon gut auseinandergesetzt hast. Vielleicht sogar Seminare besucht oder Kurse gemacht hast.
Auf der rationalen und intellektuellen Ebene  bist du in dem Thema rund um Psyche fit. So hast du z.B. verstanden, dass du dich selbst lieben und annehmen sollst und was das für einen positiven Effekt auf dich haben kann.

Schön und gut! Praktisch bringt dir das gerade allerdings gar nichts! In deinem Leben hat sich dadurch überhaupt gar nichts verändert und. Die Umsetzung fehlt.

Ich werde erstmal darauf eingehen, warum Wissen Wissen alleine eben nicht reicht und das noch keinen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und auf unser Erleben hat. Und darauf aufbauend komme ich dann dazu, wie man zu der Umsetzung kommt.

Warum Wissen alleine praktisch wertlos sein kann

Nur weil du dir jetzt für einen Test irgendein Wissen angeeignet hast, heißt das noch lange nicht, dass du das sozusagen praktisch auch umsetzen kannst. Man kann sich das auch so vorstellen, dass Wissen letztendlich eine Art Erinnerung ist. Die wir uns bewusst machen können. Neben diesem bewussten Erinnerungen haben wir aber auch Erinnerungen, auf die wir nicht unbedingt bewusst zugreifen können, sogenanntes implizites Wissen. So zum Beispiel die Fähigkeit, sein Gleichgewicht beim Fahrradfahren zu halten. Das Wissen hast du ohne dass du das mit deinen Worten beschreiben könntest. Auf diese Art hast du zum Beispiel auch deine Beziehungserfahrungen abgespeichert und greifst somit immer wieder auf dieses Wissen ohne dass es dir so bewusst ist zurück. Es ist somit auch ein Teil unseres Unterbewusstseins, das einen Einfluss auf unser Leben hat. Einen Teil können wir uns bewusst machen, einen großen Teil aber auch nicht. Sich etwas bewusst machen, kann helfen, sich auch mal anders zu entscheiden als so wie wir es “normalerweise” automatisch machen würden. Darüber können wir neue Erfahrungen machen und dieses Erlebte abspeichern. Zum Teil bewusst, aber auch unbewusst. Und dieses Erleben geht über unser bewusstes Wissen hinaus. Und genau dieses implizite, unbewusste Wissen steuert uns in vielen Bereichen des Lebens. Und da sind wir bei zwei ganz wichtigen Punkten bei der Umsetzung. Zum einen brauchen wir eben diese Erfahrung und zum anderen kann uns aber unser Unbewusstsein auch an der Umsetzung hindern.

Häh wie, mein Unterbewusstsein kann mich daran hindern, etwas umzusetzen.

Fangen wir erstmal konkret mit dem ersten Punkt an.

Wie setze ich “Psychowissen” um?

Nehmen wir das Beispiel, dass du ein neues Verhalten lernen möchtest und du dahingehend ein Vorhaben hast wie z.B. mehr Sport machen oder dich “gesund” ernähren.

Also zum einen müssen wir ins Tun kommen. Vielleicht mit einem konkreten Plan oder auch einfach drauf los. Tun. Machen. Wiederholen. Üben. Ich denke da kommt man bei keinem neuen Verhalten drumherum. Bei diesem Beispiel macht das Sinn, weil nur lesen wie man sich gesund ernährt oder nur darüber liest, wie wichtig es ist,Sport zu machen, hilft uns das noch nicht so viel. Bezogen auf “Psychowissen” bedeutet das dann zum Beispiel, nur weil ich weiss, dass ich mich lieben soll, heisst das ja noch nicht, dass man das auch tut. Im Bezug auf Selbstannahme bedeutet das zum Beispiel Achtsamkeit zu praktizieren, zu üben seine Gedanken und Gefühle wahrzunehmen ohne sie zu bewerten.

Und am besten: JETZT.

Hinsetzen. Blick nach Innen. Beobachten. Okay ich fühle mich jetzt traurig. Punkt. das ist weder gut noch schlecht. Ich nehme es nur zur Kenntnis. Und falls ich es doch bewerte als gut oder schlecht, nehme ich diese Bewertung wahr. Punkt.

Und das braucht Übung. Wiederholung. Tun.

Hinsetzen. Beobachten.

Und dann Geduld.

Wieder hinsetzen. Beobachten.

Regelmäßig wiederholen.

Und dieses Beziehungsangebot an dich selbst, speicherst du. Implizit. Auch wenn du nicht jedes Mal bewusst erinnern kannst, hast du dann neues implizites Wissen angelegt.

Du kannst dich wahrscheinlich nicht an jeden einzelnen Kontakt mit deiner Mutter erinnern. Dein Unterbewusstsein schon. wenn auch als eine Art ZIP-Datei, aber ja. Es gibt eine Art Zusammenfassung dieser einzelnen Kontakte mit allem drum und dran. Stimmlage, Bewegungen dazu, Mimik,…

Und wenn du überlegst, wie häufig du deine Mutter begegnet bist, dann hast du eine Idee vom Üben und Wiederholen bekommen 😉 Ja, darüber stockst du sozusagen dein implizites Wissen auf, das zum großen Teil losgelöst ist von deinem expliziten faktischen Wissen.

Und was ist, wenn das einfach nicht klappt!

Und was ist, wenn ich mir das so arg wünsche und ich prokrastiniere, mich drücke und der Schweinehund jedes Mal gewinnt, sobald ich mir das vornehme?

Antwort: Dann gibt es einen guten Grund. Höchstwahrscheinlich. Und der liegt nicht in der offensichtlichen Logik, sondern irgendwo begraben in deinem Unterbewusstsein, deiner tiefen Gefühlswelt und den entsprechenden Erfahrungen und dem impliziten Wissen, das es dort gibt. Und somit auf diese Art und Weise emotional logisch, sage ich mal.

Das erste ist was ich mich fragen würde ist, warum möchtest du überhaupt dich annehmen also was verbindest du damit? Ein neuer Hype, der auftaucht, dass alle sich selbst lieben und selbst annehmen müssen und nur wenn man das macht ist man glücklich und deshalb willst du das auch machen. Oder was verbindest du damit? Was erhoffst du dir davon?

Und als zweites, was könnte dir daran Angst machen? Bist du misstrauisch und hast Angst enttäuscht zu werden? Hast du Angst vor den Veränderungen, die da mit einhergehen können. Hast du Angst, es nicht richtig zu machen? Dass du zu blöd bist? Alle können das und am Ende stellt sich raus, ich bin ein hoffnungsloser Fall. Macht dir die eventuell aufkommende Langeweile bei den Achtsamkeitsübungen Angst. Schämst du dich für dich selbst? Und hast deshalb Angst, dich zu spüren und wahrzunehmen?

Anschaulicher wird es denk ich bei einem konkreten Verhalten. Nehmen wir Sport.
Du nimmst also vor Sport zu machen. Hast ein SMARTes Ziel dafür aufgetsellt und bist top vorbereitet und auch wirklich motiviert. AM nächsten Tag startest du dann aber doch nicht.

Häh? Wieso das?

Nehmen wir jetzt mal an, du hast echt keine schönen Erinnerungen aus dem Schulsport und wurdest da gemobbt oder es waren irgendwie immer unangenehme und schambesetzte Situationen. Jetzt sagst du dir jeden Tag aufs Neue: “Ich will jetzt Sport machen und heute fange ich an”. Was passiert dann oder besser kann passieren? In deinem Unterbewusstsein, also ohne dass du das so mitbekommst, sind alle Alarmglocken an, Panik macht sich breit und die beste Strategie wird gesucht, um das ja zu vermeiden. Um dieses unangenehmen Situationen wie du sie aus dem Schulunterricht kennst, bloß zu vermeiden.Und wer könnte dich da besser abhalten als dein Schweinehund? Der bekommt dich dann mit dem verlockendem Angebot der Couch zurück zur Vernunft. Zumindest in seinen Augen und aus deinen Erfahrungsschatz heraus. Somit macht der sich dann in deinen Gedanken und deiner Gefühlswelt breit. Und wenn du dein Bewusstsein darüber nicht mit ins Spiel bringst, ist der ziemlich erfolgreich und du findest dich in deinen Sportklamotten auf der Couch 🙂

Wie kann ich mein Unterbewusstsein auf meine Seite bringen?

Genau die Frage stellt sich jetzt? Wie kannst du dein Unterbewusstsein, das ja auch viele Ressourcen hat, einbeziehen, um dein Vorhaben mit einer geringeren Angst und etwas weniger Anstrengenung und Disziplin durchzusetzen?

Wir müssen unser Ziel umbenennen und positiv besetzen. Du musst dein Ziel also so formulieren, dass dein Unterbewusstsein “denkt”:

Mega cool! Lass uns sofort anfangen. Ich habe keine Bedenken 🙂

So ist das ZIel nicht Sport zu machen, sondern das Ziel ist eine Leichtigkeit und Freiheit zu erfahren. Das erreiche ich zwar über Sport, aber das lasse ich erstmal ganz weit weg und halte mir jetzt erst mal vor Augen, wie gut sich mein Ziel anfühlt. Und dann kann man vesuchen dafür Bilder zu finden, die ganz individuell positiv besetzt sind. Wie du voller Leichtigkeit und einem Freiheitsgefühl durch eine Blumenwiese läufst. Oder, oder, oder… Das muss wirklich jeder ganz individuell für sich entscheiden, was das für ein Bild sein kann.

Also sobald du irgendwie bei deiner Umsetzung immer wieder gehindert wirst, obwohl es dir eigentlich wichtig ist, dann kann da sehr gut eine “alte” Angst hinterstecken. Und dein Unterbewusstsein möchte dich vor den Gefahren schützen. Du kannst also davon ausgehen, dass es einen guten Grund gibt, auch wenn du den aktuell gar nicht so richtig verstehst oder nachvollziehen kannst.

Wenn du dir jetzt vorgenommen hast, dass du dich selbst mehr annehmen möchtest und dir in einer annehmenden Haltung gegenübertreten möchtest und du merkst, das funktioniert irgendwie nicht. Du kriegst es irgendwie nicht umgesetzt. Und das kann übrigens auch sein: Anstelle es einfach zu tun, lese ich immer mehr, mache noch mehr Seminare und kaufe mir noch mehr Bücher. Also auch das kann schon ein Versuch deines Unterbewusstseins sein, dich zu schützen.

Ich würde dann an dieser Stelle tatsächlich erstmal mit dem arbeiten, was sich zeigt. Deinem Schweinehund und deiner Angst. Oder deinem misstrauischen Teil. Deinem kritischen Teil. Deinem perfektionistischen Teil. Also welcher Teil hält dich ab. Welcher zeigt sich aktuell. Also der Teil, der dich gerade am vehementesten davon abbringen möchte, dich selbst anzunehmen. Denn der Teil verbindet damit etwas Bedrohliches, vor dem er dich schützen möchte. Es ist wirklich am leichtesten da erstmal anzufangen und zu schauen, welcher Teil in mir bringt mich eigentlich davon ab oder hindert mich daran, das umzusetzen.


Noch konkreter 🙂

Nehmen wir an, dein misstrauische Teil ist der Teil, der dich davon abbringt, dich selbst anzunehmen oder dich immer wieder an diese Umsetzung hindert. Dann würde ich zuerst den betrachten und ihn erstmal “einfach” anzunehmen.Dem zeige ich verständnis und sage “Okay, jetzt ist da dieser misstrauische Teil und ich kann mir gut vorstellen dass der einfach einen richtig guten Grund hat, mich jetzt gerade davon abzubringen. Und dann kann man den erforschen. Wie fühlt der Teil sich? Wie könnte der aussehen? Wie groß ist der, wenn der im Raum wäre?

Und zack! Bist du mitten in der Umsetzung 🙂

Genau das wäre sozusagen das erste was du machen könntest, und dann bist auch schon mitten in der Umsetzung, dich selbst anzunehmen, wenn du dir das anschaust was aktuell dich davon ab bringt.

Und dann bist du eigentlich auch schon voll dabei, eine neue Erfahrung zu machen. Weil du diesem misstrauischen (selbstkritischen, perfektionistischen, Schweinehund-,…) Teil wahrscheinlich noch nicht in dieser annehmende Haltung gegenüber getreten bist. Und damit machst du deine neue Erfahrung, da der Teil sonst beschimpft wird, vertrieben wird….und auf einmal bekommt dieser Teil Aufmerksamkeit, Zuwendung und Gehör. Schwupps haben wir eine neue Erfahrung, auch implizit, weil wir nicht alles davon mitbekommen und uns bewusst ist.

Und das ist so viel mehr Wert als dein Wissen darüber, wie warum, wie lange, wo,…

Es ist ein Erlebnis.

Fange jetzt an 🙂