Kennst du das auch, dass du eigentlich alles in deinem Leben hast? Alles, was du dir bisher vorgenommen hast, sei es beruflich oder privat, erreicht hast? Und doch bist du nicht wirklich zufrieden und hast das Gefühl, dass dir etwas fehlt? Dann geht es dir ähnlich wie Claudi, die gerne wissen möchte, wie sie mit dem zufrieden sein kann, was sie hat. Bei der Antwort erfährst du, warum Dankbarkeit alleine nicht die Antwort sein kann und was du darüber hinaus noch tun kannst.

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Kennst du das auch, dass du eigentlich alles in deinem Leben hast? Alles, was du dir bisher vorgenommen hast, sei es beruflich oder privat, hast du erreicht? Und doch bist du nicht wirklich zufrieden und hast das Gefühl, dass dir etwas fehlt? Wir erklären dir, warum Dankbarkeit alleine nicht die Antwort sein kann und was du darüber hinaus noch tun kannst.

Eigentlich ist doch alles prima

Wenn man so von Außen auf dein Leben schaut, gibt es eigentlich nichts zu meckern. Du hast ein Job, der dir soweit gefällt, ausreichend Geld, gute Freunde, einen Partner, Kinder, Haus oder was auch immer du dir in deinem Leben vorstellst. Und trotzdem fühlt es sich nicht so an. Du bist unzufrieden und hast das Gefühl, dass dir etwas fehlt und noch nicht so richtig stimmt.

Dankbarkeit als Weg

An dieser Stelle kann man schnell auf das Konzept der Dankbarkeit kommen. Diese hat in den letzten Jahren ziemlich viel an Beachtung, auch von der Wissenschaft, bekommen. So konnte man zeigen, dass Dankbarkeit einen positiven Effekt auf dein Wohlbefinden hat. Du erweiterst deinen Blickwinkel und fokussierst dich nicht auf das, was dir fehlt oder was du,

noch brauchen könntest, sondern du fokussierst dich auf das, was du in deinem Leben hast und wofür du dankbar sein kannst. Das löst angenehme Gefühle in dir aus.

So einfach ist das (leider) nicht

Also wenn die Wissenschaftler das sagt, wollen wir uns auf gar keinen Fall dagegen stellen.  Allerdings frage ich mich schon, was ist wenn tatsächlich etwas fehlt? Wenn ich mir vorstelle, dass da tatsächlich ein Bedürfnis hinter steht und ich das einfach nur durch Dankbarkeit versuche, zu “kaschieren”…ohne eigentlich verstanden zu haben, warum geht’s mir eigentlich gerade so, wie es mir geht… dann glaube ich, ist es langfristig kein guter Weg, um sich gut um sich zu kümmern.

Nehmen wir z.B. an, dass du unzufrieden bist, weil du müde bist und die letzte Nacht nicht viel geschlafen hast. Und das ist sozusagen der Grund, warum du gerade unzufrieden bist. Wenn du jetzt anfängst Dankbarkeit zu praktizieren, dann kann es gut sein, dass du in positive Gefühle kommst und diese Unzufriedenheit ein Stück weit in den Hintergrund gerät, aber eigentlich hast du dich nicht um dein Bedürfnis in dem Sinne gekümmert.

Die Müdigkeit bleibt. Du hast dich eben nicht hingelegt und du hast geschlafen, sondern hast erst mal versucht, positive Gefühle hervorzuholen. Kurzfristig ist das völlig okay, aber langfristig gesehen kann es gut sein, dass dich dieses Gefühl bzw. Bedürfnis ein holen und dich dann wieder in die Müdigkeit und Unzufriedenheit bringen. In etwa mit der Aussage: “Hey es wird jetzt echt Zeit, dich um deinen Schlaf zu kümmern. Wenn also hinter diesem Gefühl, dass dir was fehlt, ein bestimmtes Bedürfnis steckt, z.B. nach Spontanität, nach Zugehörigkeit oder auch mal danach,alleine zu sein, dann bringt dir Dankbarkeit auch nicht so viel. Langfristig kann es sich dann so anfühlen, dass man immer versucht irgendwelche Löcher zu stopfen ohne die eigentliche Ursache und das Bedürfnis dahinter zu verstehen.

Das heißt nicht, dass Dankbarkeit völlig nutzlos ist. Langfristig hilft es wahrscheinlich seinen Blickwinkel zu erweitern. Dankbarkeit als alleiniger Weg ist, glaube ich, dennoch nicht sinnvoll und hilfreich. Was also dann?

Zufriedenheit lässt sich nicht mit dem Kopf herbeiholen

Wichtig ist, dass ich dich natürlich so gut wie gar nicht kenne. Dementsprechend sind das einfach nur Ideen und das muss nicht auf dich zu treffen.

Wenn in deiner Begründung, warum es dir jetzt eigentlich gut gehen müsste oder warum es dir eigentlich an nichts fehlen sollte, hauptsächlich “Statussymbol” auftauchen: Haus, Mann, Job, Kinder,… Dann fühlt sich das für mich nach einer sehr kopflastigen Begründung an. Also du hast etwas im Außen, das dir etwas geben sollte, was dir fehlt oder was man halt so haben “muss”. So als könnte dein Kopf darüber entscheiden, was dich zufrieden macht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das sehr schwierig ist nach seinem Kopf oder nach seinem Verstand zu gehen und danach auszumachen, wie es mir jetzt gerade geht.  Dafür brauchen wir einfach unsere Gefühle.

Das heißt wir können eigentlich nicht mit unserem Verstand entscheiden, dass es uns gut geht. Das ist wahrscheinlich nichts Neues, und trotzdem versuchen wir es manchmal. Wir wissen auch, dass Geld alleine nicht glücklich macht oder andere “Errungenschaften” im Leben. Ich zähle Kinder, Partner/in,… frecherweise mal dazu. Wir haben nämlich viel mehr Bedürfnisse als finanzielle Sicherheit, Zugehörigkeit, oder auch einem Idealbild zu entsprechen oder ähnliches.

Wir Menschen unterscheiden uns. Wir Menschen befinden uns in unterschiedlichen Lebenslagen, in unterschiedlichen Lebenssituationen, Lebensphasen. Dementsprechend gibt es einfach unterschiedliche Bedürfnisse, die jeder einzelne hat. Und um die wir uns kümmern können und das eben nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit mit unserem Herzen, unserem Gefühl.

Die Vorstellung, dass nur oder dass sobald ich ein Haus, Kinder, Job und einen Mann habe, geht’s mir gut, kann eine sehr gesellschaftlich geprägte Vorstellung davon sein, was ich brauche. Aber wie gesagt, wir Menschen ticken einfach sehr unterschiedlich. Wir haben alle unsere eigene Geschichte und daraus zusammen mit der Situation ergeben sich eben unsere Bedürfnisse und unsere Gefühle. Da gibt es kein Patentrezept. Vor allem nicht im Außen.

Wie finde ich nun heraus, was ich brauche?

Um herauszufinden, was man eigentlich braucht oder was einem eigentlich fehlt, sollte der Blick eigentlich vielmehr nach Innen gehen. Und Gefühle sind dafür das beste Instrument. Nehmen wir also das Gefühl, dass dir was fehlt, ernst.  

Wenn du hauptsächlich mit deinem Kopf in deinem Leben entscheidest und deine entsprechenden Gefühle und Bedürfnisse nicht so sehr berücksichtigst, dann kann vieles in deinem Leben nicht passen, weil du es gar nicht mit dir abstimmst. Und anders als der Verstand sind Gefühle nicht immer logisch.

Wie kann man Gefühle und Bedürfnisse berücksichtigen?

Bei der Antwort halte ich mich ein Stück weit an die Akzeptanz-und Commitmenttherapie. Dort wird eine Herangehensweise beschrieben, wie man herausfinden kann, was einem im Leben persönlich eigentlich wichtig ist.  “Was ist es eigentlich, was mir persönlich in meinem Leben wichtig ist?” Ist es mir z.B. wichtig, dass ich engagiert bei der Arbeit bin? Oder ist es mir wichtig, mich um die Umwelt zu kümmern? Ist es mir, wichtig die Welt zu sehen? Was ist mir in unterschiedlichen Bereichen wichtig? Im Bereich Kinder, Arbeit, Familie, Hobby, Religion, Spiritualität…

Und wie gesagt, es kann halt sehr sehr unterschiedlich sein von Mensch zu Mensch.

Sobald man das auf dem Schirm hat, seine Werte in Form von Wichtigkeiten, dann kann man sein Leben mehr danach ausrichten.

Wie finde ich nun raus, was für mich persönlich wichtig ist?

Und da spielen eben Gefühle eine ganz ganz ganz wesentliche Rolle, weil die können eben rückmelden, was mir wichtig ist und was nicht. Das geht nicht so sehr über den Verstand, sondern tatsächlich darüber wie ich mit meinem Gefühl auf bestimmte Situationen reagiere oder auf bestimmte Vorstellungen reagiere. So schaue ich vielleicht einen Film über eine junge engagierte Lehrerin und dieser berührt mich. Das kann mich auf die Idee, dass es mir wichtig ist, engagiert bei der Arbeit zu sein. Oder ich rege mich tierisch über jemanden auf, der Alufolie benutzt. So kann ich vielleicht daraus schließen, dass mir das Thema Umwelt oder sich um die Umwelt zu kümmern, wichtig ist.

Also wir können so unsere Gefühle dafür nutzen, um zu schauen, “Okay, was ist mir eigentlich wichtig?”

Und genau das können dann ja auch Zerreißproben in Partnerschaft oder Freundschaften sein. Vielleicht ein Beispiel. Wenn ich gerne etwas erleben und entdecken möchte in meinem Urlaub und mein Partner/in sich hauptsächlich entspannen und um nichts kümmern möchte, was macht man dann? Darauf pochen, dass der andere sich anzupassen hat, sich anpassen? Wechselt man sich ab? Oder fährt man auch mal alleine in den Urlaub, um sein Bedürfnis und seine Wichtigkeit zu stillen? Auch da gibt es keine pauschale Antwort für. Wenn dir allerdings etwas wichtig ist, dann solltest du dich darum kümmern. Auf welche Art und Weise auch immer. Weil es eben genau das braucht, damit es dir gut geht und du zufrieden bist.

Wir haben in Freundschaften, Partnerschaft oder mit wem auch immer wir es noch zu tun haben, nicht immer dieselben Vorstellungen und Wichtigkeiten im Leben. Wir haben unterschiedliche Bedürfnisse und brauchen deshalb eigene Wege, um diese zu erfüllen. Und wenn man so ein bisschen forscht und ergründet, was ist mir eigentlich wichtig in meinem Leben, dann kann man sein Leben natürlich auch viel besser danach ausrichten. So hat man einen Kompass und der sollte nicht an den Vorstellungen der Gesellschaft oder anderen ausgerichtet sein, sondern an dir, deiner Geschichte, deinen Bedürfnissen und deinen Gefühlen. Auch deine Ziele, die du dir setzt, sollten an deinen Wichtigkeiten orientiert sein und nicht einfach von anderen oder generellen Vorgaben übernommen. Falls du so mal von deinem Weg abkommst, kannst du dich an deinen Werten in Form von Wichtigkeiten wieder orientieren.

Zurück zur eigentlichen Frage

Wenn es dir so geht, dass du scheinbar alles denkbar Logische in deinem Leben hast, um glücklich und zufrieden zu sein, und du es trotzdem nicht bist, dann fehlt wahrscheinlich etwas für dich Wichtiges im Leben. Vielleicht ist es etwas, was du schon mal gelebt hast und mittlerweile seinen Platz in deinem Leben verloren hat. Das geht natürlich mit all den “Verpflichtungen” in seinem Leben schnell. Um so wichtiger ist es, sich genau das wiederzuholen in sein Leben und dem Prioritäten zuzuschreiben. Du kannst genauso gut aber auch Neues ausprobieren und fängst an zu entdecken, was dich zufrieden macht.

Ein Stück weit hast du dich ja auch schon um deine Zufriedenheit gekümmert. Eine Partnerschaft, Freunde und ein Job beispielsweise erfüllen gewisse Bedürfnisse wie zum Beispiel nach Zugehörigkeit, finanzieller Sicherheit oder auch Geborgenheit.

Was könnte also jetzt noch fehlen? Am besten forschen und ausprobieren und immer wieder den Blick nach Innen werfen, wie fühle ich mich damit. Außerdem kannst du vielleicht beobachten, in welchen Momenten du in deine Unzufriedenheit kommst oder diese sich verstärkt. Vielleicht sind es bestimmte Situationen, bestimmte Gedankengänge oder auch Personen. Gibt es sonst Situationen, in denen du wütend wirst, genervt bist, verärgert,… welche Bedürfnisse können sich dort zeigen? Hast du schon lange etwas runtergeschluckt oder verdrängt, was du eigentlich ansprechen möchtest? Brauchst du mehr Zeit für dich? Fehlt dir Spontanität? Wann bist du das letzte Mal Trampolin gesprungen, hast etwas Verrücktes gemacht, bist in Pfützen gesprungen oder hast zu Hause deine Lieblingsmusik laut angemacht und dazu getanzt. Wie sind deine Bedürfnisse nach Kreativität oder die Möglichkeiten, dich anders als über die Sprache auszudrücken gedeckt. Musik machen, Tanzen, Hast du prinzipiell auch Raum, um aus deinen Rollen als Mutter, Ehefrau,… auszubrechen. Gibt es Freunde, bei denen du dich mal fallen lassen kannst oder hast du Zeit für Sport oder Kreativität. Boxen? Laufen? Oder Musik? Trommeln? Oder Malen? Also was auch immer du gerne machst, gibt es dafür in deinem alltäglichen Leben Raum. Hast du Raum und Zeit für dich und deine Bedürfnisse?

Wir können dich nur ermutigen, zu forschen und auch Neues auszuprobieren, wenn du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst. Ausprobieren und auf deine Gefühle achten. Wenn du möchtest auch gerne mit einem Coaching bei Maren.

Am Ende kannst du also 2 grobe Wege gehen

Zusammengefasst gibt es also den Weg der Dankbarkeit und den, sich um seine Wichtigkeiten im Leben zu kümmern. Wahrscheinlich macht es Sinn, beide Wege einzuschlagen, sich also in Dankbarkeit üben und seine Gefühle und Bedürfnisse ernst nehmen und erforschen. Jeder Mensch ist einzigartig, dementsprechend auch seine Wichtigkeiten und Bedürfnisse.

Und falls es nicht klar ist, was dir eigentlich fehlt: Probiere unterschiedliche Sachen aus und schaue, was deine Gefühle dazu sagen und danach kannst du dann entscheiden.

Ein kleiner Tipp am Ende: Wenn du etwas ausprobierst, dann geht’s nicht um das Gefühl davor, sondern es geht um das Gefühl danach. Also wie fühlst du dich, nachdem du es ausprobiert hast? Weil vorweg kann sich ganz gut der Schweinehund zeigen und versuchen, dich davon abzuhalten. Also es geht nicht um das Gefühl bevor du etwas Neues ausprobierst, sondern um das Gefühl danach.

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